Frauen-Union Senden wieder aktiv
Die letzte amtierende Vorsitzende der FU-Senden, Ida Langenstroth, und der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende, Ulrich Röttger, hatten zur „Neubelebung der FU-Senden“ ins Hotel Niemeyers 1886 eingeladen. Sie freuten sich, 38 FU-Mitglieder und Gäste begrüßen zu können.
Spätestens seit der Kommunalwahl 2014 schwelt die Frage im Raum, wo denn die Frauen in der Politik seien. Nun packten sich einige Frauen ein Herz und setzten ihr politisches Interesse in die Tat um, etwas für Frauen in Senden zu bewegen. Nach der einstimmigen Entscheidung der Anwesenden, die Frauen Union Senden wieder mit Leben zu füllen, kandidierte Ulla Röttger für den Vorsitz des Gremiums. Sie bekannte sich dabei zu fast vierzig Jahren CDU-Mitgliedschaft und stellte heraus, dass "die Wiederbelebung der Frauen Union lohnenswert ist, weil Frauen in der Politik eine Stimme brauchen". Mit ihr traten Stephanie Hopp als gebürtige und Gaby Vogdt als bekennende Sendenerin für den Vorstand an. Alle drei Frauen engagieren sich darüber hinaus als Sachkundige Bürgerinnen der CDU im Schul- beziehungsweise Sozialausschuss. Sie wurden einstimmig von den FU-Mitgliedern gewählt, ebenso wie die Beisitzerinnen Birgit Hueske, Petra Keller, Sabine Knümann und Brigitte Möllers, die einst Mitbegründerin der Frauen Union Senden war.
Motivation zur Wiederbelebung der Frauen Union war es "Politik mit, für und von Frauen zu gestalten", so lautet nun auch der Wahlspruch der Sendener Initiative. Dabei ist Netzwerken ein Grundgedanke ihrer Arbeit. Sie wollen Erfahrungen austauschen, Kommunikation fördern, Konzepte erstellen, Einfluss nehmen und sich einmischen, um Zukunft mitzugestalten. So zeigte sie sich sehr erfreut über die Teilnahme der Beauftragten für Gleichstellung und Demographie der Gemeinde Senden, Frau Susanne Espenhahn, und Vertreterinnen der Landfrauen und der KFD.
Auch Bürgermeister Holz, der im Rahmen der FU-Auftaktveranstaltung die Aktion Hoffnungsschimmer vorstellte, begrüßte das neue Engagement für den "weiblichen Arm der Politik". In seinem Vortrag beeindruckte er schließlich die anwesenden Frauen und Gäste mit seinen persönlichen Erfahrungen über die Fahrt nach Südostanatolien Anfang des Jahres. Er hatte im Januar Flüchtlingscamps in der Krisenregion besucht unweit der syrischen Stadt Kobane, wo man aus der Ferne die Kämpfe und Gefechte sehen und hören konnte. Frau Medya Yilmaz vertiefte diese Eindrücke mit ihrem Vortrag in Wort und Bild auf sehr beeindruckende Art und Weise. Besondere Betroffenheit hatte bei ihren Aufenthalten die Situation der Frauen und Kinder in den Flüchtlingslagern hervorgerufen.
Ebenso zeigte sich Sebastian Täger, Bürgermeisterkandidat der CDU, erfreut über das politische Engagement der Frauen Union. Angesichts drängender gesellschaftlicher Herausforderungen, die gerade auch Frauen unmittelbar betreffen, verdeutlichte er die Wichtigkeit einer solchen Interessenvertretung. Der 42jährige zweifache Familienvater sagte den versammelten Unionsfrauen auch zu, sich im laufenden Demographieprozess für eine Berücksichtigung der Interessen von Frauen einzusetzen. Zugleich benannte er sein Anliegen als "Finanzmensch" auch künftig einen soliden Haushalt vorzulegen, da dies die Voraussetzung dafür sei, Familien und Kinder sowie das Ehrenamt weiter zu fördern. Er freue sich über das Angebot der FU-Senden, ihn im anstehenden Wahlkampf tatkräftig zu unterstützen.