CDU bekennt sich eindeutig zur Stroetmann-Ansiedlung in Bösensell

15.05.2021, 16:14 Uhr | Bösensell, Ottmarsbocholt, Senden, Venne

Nachdem die Grünen als einzige Fraktion der im Sendener Rat vertretenen Parteien wiederholt gegen das Stroetmann-Ansiedlungsvorhaben gestimmt haben, kommt nun von ihrem Landtagsabgeordneten, Norwich Rüße, eine sogenannten „Kleinen Anfrage“ an den Landtag NRW. Damit fragt Norwich Rüße an, ob der massive Flächenverbrauch in Senden ein Einzelfall oder die Regel in NRW darstellt. Die WN haben dieses Thema aufgegriffen und uns um unsere Stellungnahme dazu gebeten. Wir haben uns dazu folgendermaßen geäußert:  


Quelle: Gemeinde Senden / Präsentation Stroetmann

"Boden ist eine endliche Ressource, mit der sparsam umgegangen werden muss. Soll Fläche für neue Entwicklungen „verbraucht“ werden, muss abgewogen werden, ob dem damit verbundenen ökologischen Nachteil durch Versiegelung in anderer Hinsicht ein ökologischer Nutzen gegenüber steht. Dies sehen wir bei der aktuellen Stroetmann-Ansiedlung als gegeben. Durch die Verlagerung des Frische- und Logistikzentrums nach Bösensell entstehen Gebäude, die durch modernste Energieeinspartechnik zu einem reduzierten Energieverbrauch gegenüber dem alten Lager in Mecklenbeck führen. Durch die zentrale Lage und gute verkehrliche Erreichbarkeit an der BAB 43 werden die Wege des LKW-Verkehrs optimiert und die Belastung der Ortsdurchfahrten in Bösensell, Albachten und Mecklenbeck entfällt. Dies sind gewichtige ökologische Argumente, die das Vorhaben und den damit verbundenen Flächenverbrauch rechtfertigen. Nun bilden neben ökologischen auch ökonomische Aspekte unsere Lebensgrundlagen. Hier werden zahlreiche Arbeitsplätze vor Ort geschaffen, die zudem mit dem ÖPNV gut zu erreichen sind und somit einen Beitrag zur Reduzierung des individuellen Pendlerverkehrs leisten. Die zu erwarteten Gewerbesteuereinnahmen tragen zur finanziellen Selbstständigkeit der Gemeinde bei und eröffnen Spielräume, auch für notwendige Maßnahmen des Klimaschutzes. Nicht nur aus diesen Gründen haben alle im Rat der Gemeinde vertretenen Parteien – bis auf die Grünen – das Ansiedlungsvorhaben als Gewinn für Senden ausdrücklich befürwortet. Aus ideologischen Gründen soll hier leider aktuell über die Hintertür eine chancenreiche Entwicklung torpediert werden. Das immer wieder bemühte Argument des Flächenverbrauchs sollte nicht dazu dienen – ökologischen und gleichzeitig ökonomischen – Fortschritt zu verhindern."